Kultur-Ausflug nach Frankfurt

Auf besondere Einladung hin haben die 11. Klassen vor den Faschingsferien die Frankfurter Oper besucht, um Mieczysław Weinbergs „Die Passagierin“ zu sehen und zu hören. Exklusiv war dieses Erlebnis, weil wir durch den Technischen Direktor der Oper (der Schülervater bei uns ist) vor der Vorstellung eine zweistündige Führung durch die Werkstätten, die Bühnen, den Orchestergraben und die Lichttechnik genießen durften. Sogar die Drehbühne fuhr eine Extra-Runde mit uns.

Die Opernvorstellung blieb selbst nach musikalischer und historischer Vorbereitung in Tübingen und vor Ort schwere Kost: Die Verbrechen der Nazi-Zeit in dieser Form künstlerisch zu thematisieren, macht nicht nur unheimlich betroffen, sondern hinterlässt auch viele Fragen. Weinbergs bzw. Zofia Posmyszs eigener Schluss-Satz der Auschwitz-Opfer – „Wenn das Echo ihrer Stimmen verhallt, gehen wir zugrunde“ – regte viele Fragen an: Wie können wir die Erinnerung an die unaussprechlichen Gräuel des Holocaust lebendig halten, wenn niemand mehr lebt, der sie erfahren hat? Kann, darf oder muss Kunst diese Aufgabe übernehmen? …

Der Besuch in Goethes Frankfurter Geburtshaus sowie des benachbarten Romantik-Museums bildete dazu einen gewissen Kontrast, knüpfte aber auch unmittelbar an die Inhalte unseres Unterrichts lebendig an.

Wir sind dankbar für die einzigartigen Eindrücke, die uns stark bewegt haben!

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