Fächerkanon

Handarbeits- und Werkunterricht – geschickte Finger, bewegliche Gedanken

Im Handarbeits- und Werkunterricht lernen die Kinder, mit verschiedenen Materialien umzugehen. Jedes Material hat spezifische Eigenschaften und verlangt eine eigene Behandlungsweise. Die Erfahrungen, die die Schülerinnen und Schüler dabei machen, helfen ihnen, sich immer wieder neu auf unterschiedliche Situationen einzustellen und angemessene Handlungsweisen zu entwickeln.

Naturkunde – vom Anschauen zur Wissenschaft

Während der Mittelstufenzeit (Klasse 5 bis 8) zeigen die Lehrenden den Heranwachsenden den Zusammenhang aller Lebensbereiche mit den Naturwissenschaften auf. So setzen sie die Tier- und Pflanzenkunde mit der Menschenkunde in Beziehung. Sie verbinden die Naturkunde mit Geografie, Geschichte und Chemie. Sie zeigen die Zusammenhänge auf zwischen Chemie und Ernährung, zwischen Physik und industriellen Herstellungsverfahren. Die Schülerinnen und Schüler beobachten die Erscheinungen im Experiment oder in der Natur selbst. So begegnen sie den naturwissenschaftlichen Phänomenen nicht nur gedanklich.

In der Oberstufe (Klasse 9 bis 13) führen die Lehrkräfte den phänomenologischen Unterricht fort, leiten aus ihm Naturgesetze ab und wecken technisches Verständnis. In der elften Klasse beginnen die Schülerinnen und Schüler die Werte und Grenzen modellhafter Erklärungsmuster zu erkennen. Sie machen dabei auch die Erfahrung, dass Modelle die Wirklichkeit nie erschöpfend darstellen können. 

Gartenbau – lernen im grünen Klassenzimmer

Von der sechsten bis zur zehnten Klasse sind die Schülerinnen und Schüler einige Stunden pro Woche im „größten Klassenzimmer“ unserer Schule, dem Schulgarten, tätig. Sie pikieren im Gewächshaus jungen Pflanzen, legen Beete an, säen, ernten und erleben so die Natur im Jahreslauf. Außerdem übernehmen sie die Pflege der Hühner, Ziegen und Bienen und lernen so, Verantwortung freudig zu ergreifen.

Fremdsprachen – Tore zur Welt

Nachahmend lernen die Kinder der ersten und zweiten Klasse Englisch und Französisch als lebendigen Sprachklang in Liedern, Sprüchen und Spielen kennen.

Auf dieser Grundlage werden in den folgenden Klassen mithilfe der sich allmählich entwickelnden Bewusstseinskräfte die Sprachen verschriftlicht. Regeln und Strukturen werden entdeckt und eingeübt, sodass die Sprache in der Oberstufe eine Brücke zum Verständnis der Kulturen werden kann.

Religionsunterricht – Glaubensfragen

Jeder Mensch sucht nach Antworten auf tiefer gehende Fragen. Unsere Schule nimmt Kinder aller Glaubensrichtungen auf. Zurzeit bietet die Tübinger Freie Waldorfschule konfessionellen Religionsunterricht der katholischen und evangelischen Kirchen und der Christengemeinschaft an, außerdem einen freien, auf den Grundsätzen des Christentums basierenden Religionsunterricht für die Schülerinnen und Schüler, die keine konfessionelle Bindung haben oder wünschen.

Projektarbeiten – eigenständig forschen

Zweimal in ihrer Schullaufbahn (in Klasse 8 und 12) erarbeiten unsere Schülerinnen und Schüler in einer umfangreichen, begleiteten Jahresarbeit ein eigenes Thema theoretisch, praktisch und künstlerisch und präsentieren es der Öffentlichkeit.

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