Schöpferisches Potential wecken in der Tübinger Kunsthalle



Im Rahmen der Pädagogischen Konferenz arbeitet das Kollegium jeden Donnerstag an grundsätzlichen und aktuellen Fragen der Waldorfpädagogik. In der gegenwärtigen Beschäftigung mit den anthropologischen Grundlagen, Steiners Vorträgen zur „Allgemeinen Menschenkunde“, steht die künstlerische, schöpferische Haltung der Lehrkräfte und besonders deren Zusammenhang mit der konkreten Gestaltung des Unterrichts im Zentrum.
Dass jeder Mensch sein schöpferisches Potential ausschöpfen müsse, um Mensch zu sein, war auch die Auffassung des Bildhauers, Aktions- und Sozialkünstlers Joseph Beuys. „Jeder Mensch ist ein Künstler“ lautet sein berühmter Satz, der dies ausdrückt. Da der anthroposophisch inspirierte Beuys gerade passend mit „Bewohnten Mythen“ in der Tübinger Kunsthalle zu erleben ist, haben wir als Kollegium die Gelegenheit genutzt, uns in Form eines Ausflugs mit Führungen im Museum selbst weiterzubilden.
Wie viel innere Beweglichkeit Beuys den Menschen beim Wahrnehmen von und Teilnehmen an seiner Kunst abverlangt, war dabei deutlich erlebbar – kreatives Empfinden und Denken war hier wirklich gefragt. Das Kollegium hat sich über ein gemeinschaftliches, erfrischendes und bildungsreiches Erlebnis außerhalb der eigenen vier Schulwände sehr gefreut!